Fischöl gegen Krebs

Über gesunde Fette und den Schutz vor Krebs

In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen spielen Fettsäuren sowohl bei der Behandlung als auch bei der Entwicklung von Krebs eine bedeutende Rolle. Vor allem Fisch-Fettsäuren scheinen einen positiven Einfl uss zu haben. Diese können Krebs vorbeugen und die Heilung fördern.

Gute und schlechte Fette

Fette, insbesondere aus Fettsäuren aufgebaut, sind ein wichtiger Energielieferant, da sie viele essentielle Ernährungsstoffe für unsere Körperzellen liefern. Fettsäuren werden hauptsächlich in gesättigte und un gesättigte Fettsäuren eingeteilt. Gesättigtes Fett ist tierisches Fett und nur in geringem Mass zu empfehlen, ungesättigtes Fett ist pfl anzliches oder Fisch-Fett und kommt in einfacher und mehrfacher Form vor. Beide Formen sind gesund, da sie zur Herstellung wichtiger körpereigener Stoffe beitragen.

Omega-Fette

Ungesättigte Fettsäuren können Omega-3, -6 und -9 Fettsäuren sein. Im Besonderen Omega-3 und -6 unterscheiden sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Wirkung im Körper.

Die wichtigsten Omega-3 Fettsäuren: Vorkommen:
Alpha-Linolensäure (ALA) Leinsaat, Raps
Eicosapentaensäure (EPA) Fetter Fisch (Hering, Makrele, Sardinen)
Docosahexaensäure (DHA) Fetter Fisch (Hering, Makrele, Sardinen)
Die wichtigsten Omega-6 Fettsäuren sind:
Linolsäure Getreide, speziell Weizen
Linolensäure Getreide, speziell Weizen
Arachidonsäure Fleisch

Die Omega-9 Fettsäuren sind vor allem bekannt als Ölsäuren und im Olivenöl zu finden.

Was ist bewiesen?

Viele der Untersuchungen über den Zusammenhang von Fettsäuren und das Entstehen von Krebs sind Epidemiologische Untersuchungen. Das heisst, dass grosse Bevölkerungsgruppen hinsichtlich Krebserkrankungen und Ernährung beobachtet werden. Es scheint, dass diverse Krebsarten bei hohem Fischverzehr weniger auftreten.Auch haben Laboruntersuchungen nachgewiesen, dass Omega-3 Fettsäuren einen günstigen Einfl uss auf gezüchtete Krebszellen haben. In manchen Fällen hemmen sie einerseits das Wachstum, andererseits können sie sogar den Zelltod stimulieren und somit einen Tumor verkleinern. Wissenschaftliche Untersuchungen mit Versuchstieren haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen regelmässiger Einnahme von EPA (Fischöl) und besseren Heilungschancen bei Krebs gibt. Die hier am meisten untersuchten Krebsarten sind Prostata-, Brust- und Dickdarmkrebs. Inzwischen sind die ersten randomisierten und placebokontrollierten Studien gestartet; diese sollen die positive Wirkung der Omega-3 Fettsäuren nachweisen. Hiermit kann die Wirkung auf wissenschaftliche Art und Weise bewiesen werden.

Hinweis

Ernährung im mediterranen Stil mit viel Fisch und weniger rotem Fleisch, Öl aus Getreide wie beispielsweise Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Raps und Leinöl, ist eine gesunde Basisernährung. Eine Möglichkeit, den Omega-3 Fettsäurengehalt zu erhöhen, ist Fisch aus Wildfang. Eine Alternative hierfür sind Fischölkapseln.

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